Parteipräsident Hans Aschwanden eröffnete den Anlass mit Eindrücken von der Urner Haute Route und schlug damit den Bogen zu den anschliessenden politischen Diskussionen. Im Zentrum stand die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!», die von Regierungsrat Urs Janett
vorgestellt wurde. Er hielt fest, dass die Vorlage zwar bestehende Sorgen in der Bevölkerung aufgreife, jedoch keine Lösung darstelle. Niemand stehe gerne im Stau, doch der vorgeschlagene Ansatz sei brandgefährlich und führe in die falsche Richtung. Die Vorlage sieht eine Begrenzung der Bevölkerungszahl vor und will den Bund verpflichten, bereits ab einem festgelegten Schwellenwert Massnahmen zu ergreifen. In der anschliessenden Diskussion wurde ausgeführt, dass die Schweiz angesichts der demografischen Entwicklung auf ausländische Fachkräfte angewiesen sei und ohne gezielte Zuwanderung Engpässe drohten. Zudem wurden mögliche Auswirkungen auf internationale Abkommen hervorgehoben und auf die Gefährdung des bilateralen Wegs hingewiesen. Insgesamt zeigte sich, dass die Herausforderungen real sind, die Initiative jedoch zu kurz greift und mehr Probleme schafft als löst. Die Mitglieder beschlossen die Nein-Parole bei einer Enthaltung. Zur Änderung des Zivildienstgesetztes referierte Regierungsrat Georg Simmen. Er zeigte auf, dass eine Korrektur notwendig sei, um das Gleichgewicht zwischen Militär und Zivildienst wiederherzustellen. Wer künftig vom Militär in den Zivildienst wechselt, hat unabhängig von den noch verbleibenden Dienstagen mindestens 150 Tage zu leisten. Zudem sollen weitere Massnahmen einen Wechsel unattraktiver machen und den Zivildienst wieder als Ausnahme für Gewissenkonflikte statt zur Regel machen. Die Vorlage wurde einstimmig angenommen. Zum Abschluss gab Timotheus Abegg Präsident des Urner Gemeindeverbands, einen Einblick in die Arbeit des Verbands sowie in aktuelle Herausforderungen auf Gemeindeebene. Dabei ging er insbesondere auf die die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden sowie auf laufende Projekte ein.
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