Bauliche Übergangslösung am Axen ist gefordert

Das erneute Naturereignis mit der erneuten Sperrung der Axenstrasse und die äusserst labile Situation im Gumpischtal zeigen auf, dass nach Unwettern auch in Zukunft mit wochenlangen Sperrungen der Axenstrasse gerechnet werden muss. Diese Situation ist so nicht tragbar.

Sie ist insbesondere für die volkswirtschaftlichen Interessen des Kantons Uri und für die Urner Wirtschaft schädlich, sowie für die vielen Pendler und für das Gewerbe bzw. die Bevölkerung der Gemeinde Sisikon eine grosse Belastung. Auch der regionale und nationale Personen- und Güterverkehr leiden darunter. Bis der neue Axentunnel eine hoffentlich definitive Lösung bringt, dauert es noch viele Jahre. Aufgrund der noch hängigen Einsprachen ist noch völlig ungewiss, wann endlich mit dem Bau begonnen werden kann.

Die FDP.Die Liberalen Uri will, dass für die Zeitspanne bis zur Eröffnung der neuen Axenstrasse wenn immer möglich mit einer baulichen Übergangslösung (z.B. zusätzliche geschützte Notbrücke, geschützter Viadukt an bestehender Brücke, Kurztunnel) die permanente Verfügbarkeit der Axenstrasse sichergestellt wird. Diese Übergangslösung soll ohne Änderung des Projektes Axentunnel stattfinden, um nicht das laufende Bewilligungsverfahren zu gefährden oder weiter zu verzögern. Was am Ölberg im Jahre 1992 möglich war, sollte auch am Gumpisch heutzutage realisierbar sein. Gleichzeitig fordert die FDP Uri, dass die Verfahren zur Genehmigung der neuen Axenstrasse beschleunigt werden.

Wir erwarten von der Urner Regierung diesbezüglich nun ein rasches und initiatives Handeln. Der Urner Regierungsrat soll möglichst in Zusammenarbeit mit dem Kanton Schwyz und falls notwendig, in Absprache mit anderen indirekt betroffenen Kantonen (NW, OW, LU), beim Bundesrat vorstellig werden. Sie sollen die sofortige Prüfung einer baulichen Übergangslösung verlangen, welche bis zur Inbetriebnahme der neuen Axenstrasse zur Verfügung steht. Der Regierungsrat soll sich auch für die Sicherstellung einer zeitverzugslosen Durchführung der Verfahren einsetzen.

Die FDP Uri fordert zudem das Axenkomitee auf, ihre Einsprachen sofort zurückzuziehen, um damit einen sinnvollen Beitrag im Sinne von übergeordneten Interessen zu leisten und rasch möglichst mit dem Bau des Axentunnels beginnen zu können. Es ist hier in keiner Art und Weise mehr verantwortbar, dass diese wirtschaftlich bedeutende Verbindungsachse noch länger unser Handicap darstellt.